Am Samstag, 23. November 2019 veranstaltet das Netzwerk am Turm e.V. gemeinsam mit dem Bündnis „Kreuznach für Vielfalt“ eine „Meile für Demokratie“ zwischen dem Ortseingang Bretzenheim und dem Mahnmal „Feld des Jammers“. Damit möchten wir zu einem breiten Bündnis gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit aufrufen.

Regelmäßig versammeln sich im November Gruppierungen rechtsextremer und menschenverachtender Gesinnung in Bretzenheim. Sie benutzen die Trauer und die Schrecken des Krieges, um ihr rechtes Gedankengut zu verbreiten. Darüber hinaus zieht der Rechtsruck mittlerweile weite Kreise in der gesamten Gesellschaft und gefährdet die Werte unserer Demokratie.

Die „Meile für Demokratie“ findet nach 2018 bereits zum zweiten Mal statt, um Menschen zusammenzubringen, die sich gemeinsam gegen Rechtsextremismus und Menschenfeindlichkeit positionieren wollen. Das Bündnis „Kreuznach für Vielfalt“ wird in diesem Jahr mit bunten Schirmen und Pavillons ein deutliches Zeichen in Bretzenheim setzen und zeigen, warum die Demokratie nicht im Regen stehen darf. Dafür werden die Besucher gebeten, bunte Schirme mitzubringen. Auf das Mitbringen von Parteifahnen bitten wir zu verzichten.

Von 14 bis 17 Uhr wird es eine vielfältige Mischung aus Aktionen und Bühnenprogramm mit Musik, Poetry Slams und Wortbeiträgen zum Informieren, Nachdenken und Mitmachen geben. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt. Die vielen aktiven beteiligten Verbände, Vereine, Organisationen und Privatpersonen setzen mit ihren Aktionen ein starkes Zeichen für Toleranz, Weltoffenheit und Vielfalt und positionieren sich deutlich gegen Rassismus, Ausgrenzung und Hetze.

„Kreuznach für Vielfalt“ ist das Netzwerk der Vereine und Verbände aus der Stadt und dem Landkreis Bad Kreuznach, das sich dafür einsetzt, Demokratie zu fördern, Vielfalt zu gestalten sowie Rechtsextremismus und Rassismus zu bekämpfen. Die „Meile für Demokratie“ ist ein Projekt im Rahmen des Bundesprogramms „Demokratie leben!“ gefördert durch das Bundesministerium für Familien, Senioren, Frauen und Jugend.

 

Die Rede von Dr. Michael Vesper aus dem Jahr 2012 ist immer noch eine gute Grundlage um sich über die Entstehung, die Bedeutung, und die historische Einordnung des Lagers in Bretzenheim zu informieren. Sie regt dazu an darüber nachzudenken welche Mahnungen in der aktuellen politischen Situation  nach dem Ende des 2. Weltkrieges formuliert werden  sollten.