Für den Kreisjugendring Bad Kreuznach e.V. wurde unter Beteiligung des Jugendreferates des Kirchenkreises An Nahe und Glan  das Planspiel “F* Fake Facts” entwickelt. Es wurde im Rahmen des Bundesprogrammes Demokratie leben! durch den Aktionsplan der Partnerschaft für Demokratie in Stadt und Landkreis Bad Kreuznach gefördert und steht Interessent:innen hier als Download zur Verfügung.

Ende des Jahres 2020 sollte es (eigentlich)mit Jugendlichen in Bad Kreuznach gespielt und ausprobiert werden. Doch die Coronakrise und der beginnende Lockdown in dieser Zeit ließ eine analoge Spielweise nicht zu. Deshalb wurde das Spiel für eine digitale Durchführung umgeschrieben.

Genutzt wurde dafür die Software Zoom, die bei Videokonferenzen ihre Anwendung findet. Alle Teilnehmenden wurden zu einem Zoom-Planspiel-Meeting eingeladen. Die notwendigen Spielinformationen und Materialien für das Spiel wurden eine Woche vor Beginn des Meetings (Spiels) an die Teilnehmenden versandt. Die Päckchen durften erst bei Beginn des Spiels geöffnet werden. Sie enthielten neben den Spielematerialien auch eine kleine Wohlfühlüberraschung (Verpflegung für die Spieldauer in Form von Keksen, Teebeuteln, Kuchen etc.).

Pädagogisches Spielziel ist die Sensibilisierung der Teilnehmenden für die Entstehung von Verschwörungsphantasien (-erzählungen).

Im Spiel gibt es:

  1. Drei Gruppen von Verschwörungserzählerinnen und -erzähler, die „bekannte Tatsachen“ widerlegen wollen denn sie sind der Ansicht:

„Die Mächtigen (Staat, Wissenschaft, Behörden und Institutionen) stecken alle unter einer Decke und brüten etwas aus, damit sie der Menschheit Schaden zufügen können. Sie wollen uns alle manipulieren, pflanzen in unsere Köpfe Geräte ein, um uns zu kontrollieren und lesen unsere Gedanken mit Scannern, um uns Menschen gefügig zu machen.“

Für diese Gruppen wurden in Zoom drei verschiedene „Gruppenräume“ (Breakout-Sessions) eingerichtet.

  1. Eine weitere Gruppe bestand aus den Bedenkerinnen und Bedenkern. Deren Aufgabe war es die Verschwörungserzählungen zu widerlegen.
  2. Geleitet wurde das Spiel von der „Filterblase“. Hier koordinierten 3 Spielleiterinnen und Spielleiter das Spielgeschehen. Eine Person kümmerte sich dabei ausschließlich um die technischen Spielschritte, zwei weitere Personen koordinierten den Spielverlauf und kümmerten sich um die Spieldynamik.

Erfahrungen nach den ersten Spielerprobungen:

Mindestens eine Person sollte mit der Handhabung von Zoom vertraut sein.

In der Praxis hat es sich bewährt, dass diese Person ausschließlich die Technik bediente und die entsprechenden Spielschritte koordiniert.

Folgende Funktionen werden dabei benötigt:

Die Einrichtung von 4 Breakout-Räumen für die einzelnen Gruppen (Ein Raum für die Gruppe der Bedenkerinnen und Bedenker und 3 Räume für die Gruppen der Verschwörungserzählerinnen und Erzähler. Die Filterblase verbleibt im „Anfangsraum“.

Die Spielleitung braucht die Möglichkeit die Teilnehmerinnen und Teilnehmer in einzelne Gruppen zu schicken.

Ein Chat für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer untereinander hat sich ebenfalls als hilfreich erwiesen. Wir nutzten dabei WhatsApp oder Signal, als weiteren Messenger-Dienst für die Kontaktaufnahme der Mitspielenden untereinander.

Der Zoom Chat wurde in der digitalen Spielvariante ebenfalls genutzt.

Das Spiel ist zum Download hier als Worddokument   veröffentlicht.

TIPP: Weitere Informationen zum Spiel und zur Durchführung mit Zoom sind erhältlich bei:

  • Ev. Jugendreferat an Nahe und Glan / Günter Kistner und Anika Weinsheimer, Telefon: 0671 2985666, E-Mail: info@ev-jugendreferat.de
  • Spielpädagoge und Spielentwickler: Ralf Brinkhoff, Tel.: 0573282102, E-Mail: ralfbrinkhoff@t-online.de